Am Sonntag, den 19. April, dreht sich bei uns von 11 bis 17.30 Uhr Uhr alles um Kolumbien. Damit steht das 25. Land im Mittelpunkt der erfolgreichen Reihe, die das WaldHaus seit 17 Jahren gemeinsam mit dem Eine Welt Forum Freiburg e.V. veranstaltet. Zu dieser klimafreundlichen Reise laden wir Sie herzlich ein! Der Eintritt ist frei.
Das Programm als PDF finden Sie hier.
Ein Land mit der höchsten Artenvielfalt der Welt und mehr als 100 indigenen Völkern
Mit drei Gebirgsketten, tropischen Regenwäldern, Mangroven, Páramos und weiteren Ökosystemen weist Kolumbien eine große geografische Vielfalt auf. Rund 40 Prozent der Landesfläche ist bewaldet. Im Norden Südamerikas gelegen gehört Kolumbien zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität der Welt. Zudem leben in Kolumbien mehr als 100 indigene Völker als Hüter*innen ihrer Territorien mit eigenen Traditionen, Sprachen und verschiedenen Kosmovisionen.
Naturschutzpolitik und Kampf gegen Entwaldung
Trotz jahrzehntelanger landesinterner Konflikte zeigen indigene, bäuerliche und afro-kolumbianische Gemeinschaften große Resilienz und versuchen, ihre Lebensweise und ihre Territorien weiterhin zu verteidigen, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 4,3 Prozent ausmacht. Am Tor zum Amazonas sind bäuerliche Frauengemeinschaften aktiv, um die Wälder als Lebensräume zu schützen. Ihr Wissen und ihr Fürsorgegeist sind wichtig, um Fortschritte in der Naturschutzpolitik und im Kampf gegen die Entwaldung zu erzielen.
Unser vielfältiges Programm ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder geeignet.

Nach der Begrüßung durch die beiden Veranstalterinnen (11 Uhr) stellt die gebürtige Kolumbianerin Adriana Orjuela ihr Herkunftsland als „Land der Vielfalt und Kontraste“ vor (11.15 bis 12.30 Uhr). Danach können im WaldHaus-Café landestypische Speisen und probiert werden. Von 12.40 bis 13.20 Uhr wird der Film „Der Atrato ist das Leben: Bewaffneter Konflikt, extraktive Wirtschaft und friedliche Widerstände am Atrato“ gezeigt. Als Geschäftsführerin des Eine Welt Forums und gebürtige Kolumbianerin gibt Ana Maria Sanchez eine Einführung dazu.
Um „Beziehungen von Bäuerinnen zum Wald und ihre Rolle als politische Akteurinnen in der Waldkonservierung“ geht es der Referentin Sandra Ángel (13.30 – 14.30 Uhr). Die Soziologin forscht an der der Universität Freiburg zu diesem Thema.
Um 15 Uhr widmet sich Julio Monzón dem Thema „Naturjuwelen in Gefahr – Nationalparks im kolumbianischen Regenwald“. Der Referent ist promovierter Forstwissenschaftler und arbeitet als Programmbeauftragter für Kolumbien und Peru für die Zoologische Gesellschaft Frankfurt e.V..
Zum Abschluss ab 16.15 gibt’s Live Musik aus den Anden und Cumbia von der Band Killari Sur.
Den ganzen Tag können Kinder und Jugendliche sich unter Anleitung „Ojos de Dios“ herstellen. Übersetzt heißen diese schönen kleinen Webarbeiten „Augen der Götter“. Außerdem sind sie eingeladen, mit Naturmaterial zu basteln und Tiercollagen anzufertigen.
Der WaldHaus-Shop hat ebenfalls den ganzen Tag geöffnet und hält extra für diese Veranstaltung einen Büchertisch mit Literatur aus und über Kolumbien bereit.
Der Thementag findet in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Freiburg statt. Der Eintritt ist frei, dank Förderungen der Waisenhausstiftung, Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und aus der Postcode Lotterie. Spenden für das Programm und das Konzert sind willkommen.
Der Zugang ist rollstuhlgerecht.




