WaldHaus Freiburg

Auf diese Ausstellungen können Sie sich schon freuen:

Baubionik - Biologie beflügelt Architektur
10. Oktober 2019 bis 22.März 2020

 

Was kann Wissenschaft von der Kokosnuss für Aufpralldämpfung lernen oder was von Pflanzenbewegungen, wie sie bei einer Gerbera oder Strelitzie auftreten? Wie lassen sich innovative Schalenbaukonstruktionen und Tragwerksysteme von der Schale eines Seeigels ableiten? In dieser hochinteressanten Schau sind Teile aus einer Sonderausstellung des Naturkundemuseums Stuttgart zu sehen, die Schaufenster des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs „Biological Design and Integrative Structures – Analysis, Simulation and Implementation in Architecture“ (www.trr141.de) war.

Im Vordergrund steht die aktuelle interdisziplinäre Forschung von z. B. Architekten, Biologen, Ingenieuren und Materialforschern. Ihr Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Architektur, die sparsam mit Ressourcen umgeht und gleichzeitig ästhetisch überzeugt. Die Ausstellung zeigt neben spannenden biologischen Vorbildern auch die Ideen, die Forschungsansätze und Umsetzungen in gebaute Realität sowie die Visionen, die dahinter stehen.

 

In Kooperation mit dem Naturkundemuseum Stuttgart, der Universität Freiburg und dem Botanischen Garten der Universität Freiburg und der Universität Stuttgart

 

Begleitend zur Ausstellung finden eine Vortragsreihe mit anschließender Ausstellungsführung und Führungen im Botanischen Garten statt. (siehe Programm

 

 

Flyer zur Ausstellung

 


 

Werksausstellung BAGAGE Kunst trifft Natur
ab dem 28. oder 29.März bis 19.April 2020

Kunst in der Natur und Natur in der Kunst – seit jeher drängt es die Menschen aller Kulturen, ihr jeweiliges Verhältnis zur Natur mit künstlerischen Mitteln auszudrücken. Die Pädagogische Ideenwerkstatt BAGAGE e.V. lädt alle zwei Jahre ihre Absolventen der Ausbildung zur Atelier- und Werkstattpädagogik bundesweit ein, um in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt gestalterisch-schöpferische Antworten zu finden.  In der Ausstellung zeigt sich die Auseinandersetzung der Kunstschaffenden mit dem Thema Natur in vielfältigsten bildnerischen, plastischen und skulpturellen Mitteln und Techniken.

 


 

 

Stadt - Wald - Mensch - von Wildbann bis  Klimawandel
Mitte Mai 2020 bis voraussichtlich Frühjahr 2022

 

Ausstellung zur Geschichte der Stadt und ihres Waldes

 

Die Geschichte der Stadt Freiburg ist nicht zu denken ohne die Geschichte des Stadtwaldes. So liegen die Anfänge der Stadtentwicklung in einem Wildbann, der sich über den gesamten Bereich der heutigen Freiburger Innenstadt erstreckte und dessen Außengrenze von damaligen Dörfern und heutigen Stadtteilen (Wiehre, Herdern, Adelhausen) markiert wurde.

 

Durch die Jahrhunderte trug der Wald wesentlich zur Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger (Brennholz, Honig, Pilze, Beeren, Streu, Holzkohle, Harz ,u.v.m.) und auch zum Einkommen der Stadt bei. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Erlös aus Holzverkauf die wichtigste Einnahmeposition im städtischen Haushalt.

 

Insbesondere das 20. Jahrhundert brachte durch die beiden Kriege, die Technisierung und die zunehmende Bedeutung der Erholungsfunktion große Veränderungen für den Stadtwald mit sich. Gleichzeitig hat es im Laufe der Zeit immer wieder Kalamitäten wie starke Sturmschäden (Lothar) oder Schädlingsbefall gegeben, die langfristige Planungen durchkreuzen. Die Ausstellung will insbesondere nach den Veränderungen und Herausforderungen für die im und für den Wald arbeitenden Menschen fragen und in engen Zusammenhang damit die veränderte Bedeutung des Waldes für die Freiburger Bürger und Bürgerinnen thematisieren.

 

Einen besonderen Schwerpunkt soll zudem die Frage nach der Zukunft des Stadtwaldes bilden: Welche Herausforderungen birgt der Klimawandel für den Wald und seine Baumarten? Bäume brauchen viele Jahrzehnte, bis sie hiebsreif sind. Können Försterinnen und Förster überhaupt so langfristig und nachhaltig planen, ohne zu wissen, wie sich klimatische Veränderungen auswirken werden?

Wie soll und kann der Wald in einer wachsenden Stadt genutzt werden, so dass möglichst viele Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden ohne Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu sehr zu beeinträchtigen? Welche Akteure wirken bei solchen Aushandlungsprozessen mit und was müssen sie bedenken?

 

Die Ausstellung soll mit historischen Gegenständen, Archivalien und anderen Exponaten, Filmen, Hörstationen (Interviews) sowie interaktiven Modulen - wie etwa einem Planspiel - die Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunft der Stadt mit ihrem Wald anschaulich nachzeichnen und erlebbar machen. Sie soll sich an Bevölkerungsgruppen jeden Alters richten und insbesondere für den Besuch von Schulklassen aller Jahrgänge geeignet sein. Sie ist rollstuhlgerecht und der Eintritt ist frei.